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Touren fuer Geniesser

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62 Der Legende nach hat

62 Der Legende nach hat eine Kärntner Sennerin eine geweihte Glocke an den Zaun gehängt: Seither traut sich keine Wetterhexe mehr über die Schiestlscharte. Kehren (auf kärntnerisch „Reidn“ genannt) und unzähligen Kurven zwischen den Kassenstellen Innerkrems und der Ebene Reichenau durch die „Nocken“. So heißen die kuppenartigen und grasbewachsenen Gipfel, die wie grüne Tafelberge aus dem Boden ragen. Erster Stopp ist das Biosphärenpark-Zentrum Nockalmhof an der Reidn 10: Danach kurven wir in gemächlichem Tempo zum höchsten Punkt der Straße hinauf, der 2.042 Meter hohen Eisentalhöhe. Zahlreiche Ausstellungen und Themenwege finden sich entlang der Wegstrecke. Auf der 2.024 Meter hohen Schiestlscharte sollten Sie unbedingt die sagenumwobene Wunschglocke schlagen, bevor Sie in der Ebene Reichenau wieder die Zivilisation erreichen. KURZ DURCH DIE STEIERMARK Beinahe nahtlos geht es weiter in Richtung Norden zur Überquerung der Turracher Höhe (1.795 m) 4 . Ein paar Kehren bergauf, ein paar bergab, der Rest sind runde, gleichmäßige Kurven. Der Parkplatz am Turracher See eignet sich gut für einen Pause: Von hier bis nach Predlitz befinden wir uns für rund elf Kilometer sogar auf steirischem Boden, bevor es weiter nach Salzburg geht. Wir kurven durch das Murtal über Tamsweg bis Mauterndorf, wo wir nach Norden auf die Bundesstraße 99 einbiegen. Wir überqueren den Radstädter Tauern mit dem Wintersportort Obertauern und kommen in den Salzburger Pongau. Über Altenmarkt und Wagrain gelangen wir in das Städtchen St. Johann und weiter nach Von der Eisentalhöhe (2.042 m) geht es in flottem Tempo bergab in Richtung Süden.

Bischofs hofen. Dort wartet schon das nächste fahrerische Schmankerl – die Überquerung des Dientner Sattels 5 am Fuße des mächtigen Hochkönigmassivs. Die Ost-West-Richtung passt perfekt, da die Ostseite mehr Kurven und eine höhere Steigung aufweist. Die gesamte Strecke ist mit einem hohen Genussfaktor ausgestattet. Im unteren Abschnitt geht es auf griffigem Asphalt durch schnelle Wechselkurven, dann folgen die ersten Serpentinengruppen hinauf zum Sattel. In dem kleinen Ort Dienten zweigen wir in Richtung Süden ab und erreichen in Lend das Salzachtal. Von hier aus haben wir zwei Alternativen für die Rückfahrt: Die erste führt über Bruck zurück zur Großglockner Hochalpenstraße. ALTERNATIV DURCHS GASTEINERTAL Die zweite Variante bringt uns über das Gasteinertal zum Startpunkt zurück. Das Besondere an dieser Strecke ist die Tauernschleuse 6 , wo Autos und Motorräder auf Züge verladen werden. Mit der Bahn geht es von Böckstein nach Mallnitz. Die Züge verkehren jede halbe Stunde, die Fahrtzeit beträgt wenige Minuten. Wer sich für die zweite Variante entscheidet, kommt in den Genuss des Gasteinertals mit seinem weltberühmten Kurort Bad Gastein 7 , wo schon Kaiser Wilhelm I., Kaiser Franz Joseph I., Sisi und Fürst Bismarck gekurt haben. In Obervellach biegen wir in das schon von der Hinfahrt bekannte Mölltal ein und steuern über Rangersdorf und Großkirchheim die Glocknerregion an. In stetem Auf und Ab führt die Nockalmstraße in sanften Windungen durch den UNESCO- Biosphärenpark Nockberge. NOCKALMSTRASSE TOUR 3 63

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