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EIN LEUCHTENDER STERN 14

EIN LEUCHTENDER STERN 14 Die Großglockner Hochalpenstraße zählt seit ihrer Eröffnung am 3. August 1935 zu den monumentalsten Wahrzeichen Österreichs. Seit 2015 steht sie unter Denkmalschutz. Die Großglockner Hochalpenstraße gilt als ein Meisterwerk des Straßenbaus im alpinen Hochgebirge. Auf einer Strecke von 48 Kilometern vereint sie durch ihre einzigartige Straßenführung höchstes Fahrvergnügen mit einem grandiosen Naturerlebnis. Der Startschuss für den Bau der Straße erfolgte in wirtschaftlich schweren Zeiten. In der noch jungen Republik Österreich herrschte Mitte der 1920er Jahre Massenarbeitslosigkeit. Das private Auto zählte zu einem luxuriösen Vergnügen, dennoch war man sich der zentralen Lage Österreichs im „Herzen Europas“ bewusst. DAS LEBENSWERK ZWEIER MÄNNER Zwei Männer sind untrennbar mit der Großglockner Hochalpenstraße verbunden: Erbauer und Planer Franz Wallack und der damalige Salzburger Landeshauptmann Franz Rehrl. Beide gingen sie mit ihrem Lebenswerk in die Geschichte ein. Bevor Franz Wallack mit der Trassierung der Straße begann, unternahm er eine Studienreise, um mehr als 40 Alpenpässe und -straßen zu besichtigen. Am Ende kam er zu dem Schluss: „Unter allen Alpenstraßen würde die Großglockner Hochalpenstraße kein Mauerblümchen, sondern der leuchtendste Stern sein.“ Franz Wallack, Erbauer der Straße UNVERKENNBARE STRASSENSCHÖNHEIT Am 30. August 1930 fanden in Ferleiten die ersten Sprengungen für die Großglockner Hochalpenstraße statt. Bis zu 4.000 Männer – die sogenannten „Glockner-Baraber“ – waren 1,8 Millionen Arbeitsschichten mit dem Bau der sechs Meter breiten Sandstraße beschäftigt. In den 26

Baumonaten wurden 870.000 Kubikmeter Erde und Fels bewegt, 115.750 Kubikmeter Mauerwerk geschaffen und 67 Brücken gebaut. Die Gesamtbaukosten betrugen umgerechnet 85,2 Millionen Euro. Noch heute sind die historischen Steinmauern und Straßenbegrenzungen größtenteils erhalten. Auf die Edelweiß-Spitze findet sich auch noch das original erhaltene Kopfsteinpflaster. Und auch die Straßenbegrenzungssteine tragen zum unverkennbaren Straßenbild bei: Sie sind allesamt aus Granit und verfügen über die spezielle „Glocknernorm“. Rund 12.000 Begrenzungssteine säumen die Straße. AUSSTELLUNG „BAU DER STRASSE“ An dem Hochgebirgssee „Fuscher Lacke“ beherbergt eine original erhaltene Baubaracke die Dauerausstellung „Bau der Straße“. Diese dokumentiert anschaulich die Lebensumstände der Glocknerbaraber und verdeutlicht anhand von Originaldokumenten, Plänen und Zeitungsberichten, wie sehr der Bau der Großglockner Hochalpenstraße die Menschen in Österreich beschäftigte. VOM DENKMAL ZUM UNESCO-WELTERBE Pünktlich zu ihrem 80. Geburtstag wurde die Großglockner Hochalpenstraße Anfang Juli 2015 unter Denkmalschutz gestellt. Alle nationalen Ebenen bescheinigten der Straße höchste Schutzwürdigkeit. Damit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe gemeistert. GROSSGLOCKNER HOCHALPENSTRASSE 15 Der markante „Hexenzahn“ im Bereich der „Hexenküche“ mit historischen Begrenzungssteinen. Alljährlich im September findet der „Internationale Großglockner Grand Prix“ für Oldtimer statt.